WSV Heim

Spielabende jeden Dienstag
ab 19.30 Uhr
im Vereinsheim
am Biebricher Schlosspark.

Jugendtraining 18.00 - 19.30 Uhr

Saisonstart Hessenliga

Zweite startet mit Sieg

Endlich war es soweit. Das Abenteuer Hessenliga, von der Zweiten nach zuletzt zwei Aufstiegen in Folge sehnsüchtig erwartet, konnte beginnen. So wundert es auch nicht, dass keiner den Auftakt verpassen wollte und dieselbe Mannschaft antrat, die letzte Saison aufgestiegen war. Selbstverständlich kann das Ziel diese Saison nur lauten: Klassenerhalt. Also Platz 8 von 10 Mannschaften, denn im Normalfall steigen 2 Mannschaften ab, da die beiden Verbandsligen immer je einen Aufsteiger stellen.

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Turnierergebnis

He did it again

Unser 1. September Schnellturnier konkurrierte mit der Fußball Champions League, und hier vor allem mit dem 1. Auswärtsspiel der Eintracht (Frankfurt) in ihrer langen Geschichte.
Kein Wunder also, dass der ein oder andere den Abend vor dem TV dem Goldenen Springer vorzog. Nichtsdestotrotz vermeldete das Turnier neben 4 Zuschauern auch immerhin 8 Teilnehmer. Der Turnierverlauf ähnelte dem des letzten Turniers im August: Daniel - mal mehr, mal weniger überzeugend - gewann alle seine Partien und sicherte sich mit 5 Punkten aus 5 Runden den Turniersieg gefolgt von unserem Schnellturnierdauergast Schachfreund Dietze mit 4 Punkten. Auf dem geteilten 3-4. Platz landeten mit je 3 Punkten Samuel und Schachfreund Kerz. Das Turnier verlief wie immer in entspannter Atmosphäre, ganz im Gegenteil zum Sieg der Eintracht in Marseille. Nächstes Schnellturnier am 27 September.

Schachtraining mit Holger Ochs

Wieder einmal hat Holger eine Schachlektion vorbereitet, bei der konzentriertes Mitdenken der Teilnehmer unvermeidbar ist!
Entsprechend dem Thema der Lektion will Holger liefern, nämlich:„ Die beste Antwort.”

Dann bis Dienstag, 4. Oktober ab 19.30 Uhr, und bleibt neugierig.

Gäste sind wie immer herzlich willkommen.


 

Magdeburg

PREISE FÜR ALLE (die sie sich verdienen)

Uli Nehmert

In der heissen Vorbereitungsphase auf die DSMMLV (Seniorenteamm. der Landesverbände) verriet mir Daniel Ochs, dass man Damengambit mit g3 nur dann spielen sollte, wenn man neben den Zügen d4, c4 und g3 noch einige Pfeile im Köcher hat, sonst könnten die Pfeile Boomerangs werden. Er meinte damit wohl, dass ich auf keinen Fall Katalanisch spielen sollte, listige Varianten kenne ich ja tatsächlich nicht. Frisch informiert gings ab nach Magedeburg, wo wir Hesse in der AK 65+ als 6te der Setzliste von 16 Ländermannschaften überraschend den 3ten Platz belegten. "Wir", das sind die Bensheimer Gerhard Bosbach und Herbert Kargoll sowie Berthold Engel (Hofheim) und ich.

Uli Magdeburg

Das Foto zeigt Berthold und mich vor der 3ten Runde, ich natürlich im Teamtrikot von WI 85, da war der Sieg ja sicher.

Neben dem glücklichen Turnierausgang gibt es auch über unglückliche Züge zu berichten. In der 1ten Runde spielte ich gegen den amtierenden Senioren Schnellschachmeister Harald Matthey. In einer bewegten Partie bewiesen wir beide, dass wir im Klötzchenfallenlassen nicht soviel Glück wie die Weltklasse haben. Hier ab dem 26ten Zug hätte (leider nur hätte) ich als Weisser mal wie die Großen spielen können.


Uli Partie


Findet jemand die richtige Fortsetzung bis zum Gewinn?

Als Preis für alle Findigen wird die kostenlose Teilnahme an einem unserer Schnellschachturniere (immer 2ter und letzter Dienstag im Monat (ab ca 19.15) ausgelobt. Ihr müsst bloss den Turnierleiter Hellmut Zeyen finden und ihm die die Lösung mitteilen. Besonders Findige können vllt. sogar einen der 3 Siegpreise mitnehmen (30, 20, 10 EUR), die jedesmal ausgespielt werden.

Grüße, bleibt gesund

Uli

PS1 Über die DSMMLV wird der Seniorenreferent Thomas Rondio ausführlich und kompetent auf der hess. HP berichten
PS2 Die Lösung der Aufgabe wird demnächst veröffentlicht.
PS3 Wäre natürlich schön, wenn möglichst viele mal unsere Schnellschachturnier besuchen würden
PS4 Jetzt Schluss mit der Schleichwerbung, bis bald


 

 


Willkommen beim Wiesbadener Schachverein 1885

Wir sind ein traditionsreicher Schachverein, deutschlandweit einer der ältesten. Zeitgemäß aufgestellt, bietet der WSV 3 Turniermannschaften von der Oberliga über die Landesklasse bis Bezirksoberliga auf! Unsere aktiven Kinder und Jugendlichen sind je nach Spielstärke in die Mannschaften integriert, ebenso die Ü-60-Spieler.

 Vereinsangebote: regelmäßige Spielabende im eigenen Vereinsheim, Jugendtraining, Schnellschachturniere, GM-Training, Schlosspark-Open Turnier, Weihnachtsblitzturnier.

Spielabende finden jeden Dienstag ab 19.30 Uhr im Vereinsheim am Biebricher Schlosspark statt derzeit G3-Regel für Erwachsene.


Nachgefragt

WK-Redakteur zu Gast beim 2. Vorsitzenden Lothar Dyck

Dyck foto

Lothar Dyck ist fasziniert und begeistert vom Schachspiel. So sehr, dass er seine Freude gerne teilt - im Wiesbadener Schachverein 1885 und in diversen Grundschulen, wo er privat Schachunterricht gibt.

Von Patrick Rupp

 Wenn man mit Lothar Dyck über das Schachspiel redet, glänzen seine Augen. Die Worte sprudeln wie ein Wasserfall aus ihm heraus. „Mein Vater hat es mir damals beigebracht. Mit elf Jahren habe ich die Schach- Rätsel in der Zeitung gelöst. Der Name der Person, die das Rätsel gelöst hatte, wurde dann veröffentlicht“, erinnert sich der heute 74-Jährige. Das Brettspiel fasziniert ihn bis heute: die Geschichte, der Geist, das Wesen und nicht zuletzt die gesellschaftliche Bedeutung des Schachs. Darüber könnte man sich über Stunden mit ihm unterhalten.

Wichtiges auf fünf Seiten

Irgendwann kam der Nordenstadter auf die Idee, dass er diese Begeisterung mit anderen Menschen teilen müsste. „Ich staune immer wieder, wenn ich mich mit dem Spiel auseinandersetze. Meine Hoffnung ist, dass es anderen auch so geht“, erzählt Dyck, der vor seiner Pension Polizeibeamter war.

Er schnappte sich ein altes Schachlexikon, das er 1998 auf einem Flohmarkt ergattert hatte. Nachdem die Staubflusen entfernt waren, begann er die Lektüre des Wälzers. Über tausend Seiten über das Schachspielen, das wäre selbst ihm zu viel, dachte sich Dyck und fasste das Wichtigste auf fünf Seiten zusammen. Dazu nutzte er weitere zehn Bücher, deren Inhalte ihn vor allem mit der einzigartigen Schach-Rhetorik begeisterten. „Ein kleiner Streifzug durch die Schachwelt“ nennt er sein Werk, das sich nur bei ihm auf dem Computer befindet. Neben der Historie des Spiels zeigt Dyck darin anhand vieler Zitate, welche Bedeutung Schach erzielen kann.

Der französisch-amerikanische Maler Marcel Duchamp bezeichnete das Schachspiel etwa als „fast zu schwierig für die Beschränktheit des menschlichen Geistes“. Die Vergleiche, die Künstler und Philosophen anstellen, sind oft sehr treffend, sagt Dyck. Im Wesentlichen gehe es darum, so auch ein zentraler Satz seines Streifzugs durch die Schachwelt, „die uralte Spannung zwischen Geist und Materie, Kontrolle und Freiheit, Beherrschung und Liebe immer neu auszutragen“. Diese Spannung gebe es bei jedem Spieler. Natürlich ist Dyck nicht nur ein Schachschreiber, sondern auch ein Schachspieler. Bescheiden sagt er: „Ich spiele sehr gerne, aber es sind viele besser.“ Als zweiter Vorsitzender des Wiesbadener Schachvereins 1885 kennt er jene Schachprofis, die ihm überlegen sind. Die erste Mannschaft der 85er, die ihren Sitz im Jeanne-Schütz-Haus am Biebricher Schlosspark hat, spielte sogar schon in der Ersten Liga.

Dyck ist als engagiertes Vorstandsmitglied stets um Zuwachs bemüht. Am vielversprechendsten sind dabei junge Schachbegeisterte, die besonders lernwillig sind. Zu diesem Zwecke tourt Dyck in Eigenregie durch Grundschulen. In Wallau sowie in den Wiesbadener Vororten Naurod, Nordenstadt und Biebrich unterrichtet er Schüler im Schach - meist nachmittags.

Lernen fürs Leben

Zwölf Lerneffekte, die über das Spiel hinausgehen und im Leben eine große Rolle spielen, hält Dyck dabei für bedeutsam. Neben der Erhöhung der Disziplin und derWeiterentwicklung der Geduld sei das selbstkritische Überdenken eigener Fehler von herausragender Wichtigkeit. „Während des Spiels dokumentiert man jeden seiner Züge. Somit bleiben die Fehler präsent. Das lässt sich zweifelsohne auch auf das Leben übertragen“, betont Dyck, der kürzlich Urgroßvater wurde. Doch wie bei seinen Kindern und Enkeln wird er auch seinen Urenkel nicht bedrängen, sich für das Schachspiel zu begeistern: „Das muss jeder selbst entscheiden. Jeder soll aber wissen, was es für ein besonderes Spiel es ist.“ Aus diesem Grund ist Dyck zum Schachschriftsteller geworden.