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Wiesbadener Schachverein

Spielabende jeden Dienstag
ab 19.30 Uhr im Vereinsheim
am Biebricher Schlosspark.
Jugendtraining 18.00 - 19.00 Uhr
Schlosspark-Open
Workshop mit Uli
Am 21. Juli findet um 19.15 Uhr
der 2. SommerWORKSHOP zum Thema
Stellungsbeurteilung, Kandidatenzügen, Taktiken statt.
Bringt wie für das letze Treffen auch diesmal Schreibmaterial mit.
Uli
42. Blitz-Mannschaftsmeisterschaft
9. Platz bei Deutscher Blitz-Mannschaftsmeisterschaft
Holger Ochs
Am 27 Juni 2026, also an jenem Tag, als das Thermometer auf den, bis dahin, höchsten jemals gemessenen Wert in Deutschland kletterte (41,5 ° Celsius), durfte unsere Schülertruppe nach Ettlingen reisen, um der deutschen Blitz-Elite mal zu zeigen, wie stark in Wiesbaden geblitzt wird. Ich könnte den Bericht jetzt damit beginnen, über das wunderhübsche Ettlingen zu schwärmen, eine wirkliche Perle südöstlich von Karlsruhe. Mache ich aber nicht, denn erstens wimmelt es in Baden-Württemberg nur so von Kleinstadt-Perlen, und zweitens ist der Leser eventuell nur semi-interessiert an meinen Eindrücken hinsichtlich der Stadt sondern mehr am schachlichen Part. Nun denn. Gespielt wurde in der Schloßgartenhalle des Schlosses Ettlingen, welches das Herzstück der mittelalterlichen Altstadt darstellt. Der Spielsaal war der wahrscheinlich best klimatisierte und kühlste Ort in der gesamten Altstadt, was an diesem Tag auch bitter nötig war. Denn es waren 26 4er- Mannschaften am Start, und jeder spielte gegen jeden. Es würde also wieder mal ein langer Tag werden.
Der Schachclub Ettlingen sorgte für freie Getränke, Snacks & Kuchen, vielen Dank dafür!
Die Auslosung für die 1. Runde ergab das Team von Remagen/Sinzig als Gegner. Unser Team hatte sich einiges fürs Turnier vorgenommen, aber es war gewiß kein leichter Auftakt. Christian's Gegner dürfte manch einen irgendwie an eine ukrainische Legende erinnern.

Yep. Er ist es; Wassyl Ivanchuk. Aber auch den anderen Wiesbadener Spielern im Team, Daniel an Brett 2, Tymur an Brett 3 und Platon am 4. Brett, saßen allesamt großmeisterliche Gegner gegenüber.
Oops...they did it again!
Offene Deutsche Schnellschachmeisterschaft Chess960

Holger Ochs
Eigentlich ein Einzelturnier, aber es gibt auch eine Mannschaftwertung. Und auf eben diese hatten es unsere Jungs ganz besonders abgesehen. Denn sie hatten sich letztes Jahr den Titel erspielt. Die exakt selbe Truppe also, die sich im Übrigen vor ein paar Wochen beim Hessenblitz für die Deutsche Blitzmannschaftsmeisterschaft qualifiziert hat, traf sich am Samstag in Frankfurt, um diesem Ansinnen Taten folgen zu lassen. Christian, unser 2500er IM, war ohnehin einer der Top-Favoriten auf den Einzeltitel, nachdem er letztes Jahr bereits Zweiter war. Wenn nur 7 Runden bei 126 Teilnehmern gespielt werden, entscheiden am Ende Kleinigkeiten. Dieses Mal leider zu ungunsten von Christian. Die ersten 4 Spieler kamen nach 7 Runden mit 6 Punkten ins Ziel, und Christian lag als Bronzemedailliengewinner letzten Endes die Winzigkeit von 1 bzw. ½ Buchholzpunkt hinter dem Turniersieger bzw. dem 2. Platzierten. Das ist nun wirklich Pech, dabei hatte er wirklich ein souveränes Turnier gespielt und insgesamt nur einen kleinen unaufmerksamen Moment zu verzeichnen, der unsanft bestraft wurde. Daniel spielte ebenfalls ein sehr gutes Turnier, Nach 6 Runden, also eine Runde vor Schluß, war er der einzige Spieler im gesamten Feld mit 5,5 Punkten und hatte den Turniersieg vor Augen, verlor aber letztendlich in der 7. Runde mit Schwarz gegen GM Glek. Trotzdem: die beste Zweitwertung unter den Spielern mit 5,5 Punkten brachte ihm den 5. Platz im Endklassement, womit er mehr als zufrieden sein kann.
Unsere Zwillinge wollten den beiden natürlich nicht nachstehen. Und es ging den Jungs ja schließlich auch um den Gewinn der Mannschaftswertung. Platon kam sehr gut durchs Turnier. Bei nur einer Niederlage kam er auf fette 5 Punkte, darunter Remisen gegen FM Rezazadeh und IM Solonar. Er landete auf dem 16. Platz und darf damit sehr zufrieden sein. Zudem gewann er den Preis als Bester seiner Ratinggruppe. Unser (demnächst FM) Tymur hatte zwei sehr starke Gegner zugelost bekommen, und zwar genau immer dann, wenn er gerade 2 Partien en suite gewonnen hatte. Aber sowohl gegen den bärenstarken (bald) IM Sydykov als auch gegen den Turniersieger des Jahres 2025 und Titelverteidiger, IM Dann, darf man auch mal verlieren. Tymur landete mit 4,5 Punkten auf Platz 29, räumte damit nebenbei den Jugendpreis ab und trug wie alle anderen wesentlich dazu bei, daß das mit der Titelverteidigung am Ende geklappt hat. Insgesamt eine geschlossene Mannschaftsleistung unserer Jungs, niemand ist abgefallen, jeder zittert und fiebert mit den anderen mit, sobald er mit der eigenen Partie fertig ist. Einfach schön anzusehen!
Der SV Oberursel als 2. Platzierter in der Mannschaftswertung wurde um volle 2 Punkte distanziert, der Mannschaftssieg ist damit in jeder Hinsicht absolut verdient.
Fazit: Die Mannschaft wächst immer mehr zusammen und wird in dieser Zusammensetzung sicher noch das ein oder andere Turnier zusammen spielen, und den ein oder anderen Erfolg zusammen feiern dürfen. Und es geht ja bereits nächsten Samstag (27. Juni) weiter: die Deutsche Vereins- Blitzmannschaftsmeisterschaft in Ettlingen, der ganze Verein drückt Euch die Daumen!
Nachtrag zur Jugendmeisterschaft in Willingen
Tymur auf dem Treppchen bei der Deutschen Meisterschaft
Jens Gottschalk
Uli hatte vor einigen Tagen von der letzten Runde der deutschen Jugendeinzelmeisterschaft in Willingen und somit auch von der schmerzlichen Niederlage von Tymur im Live-Ticker berichtet.
Natürlich ist es bitter, wenn man im Nachhinein weiß, dass bereits ein Remis zur Deutschen Meisterschaft gereicht hätte, aber Tymur hat ein fantastisches Turnier gespielt (Startrangliste 16 nach Elo) und sich mit einem dritten Platz bei einer Deutschen Meisterschaft gekrönt.
Herzlichen Glückwunsch zu der großartigen Leistung und ein Elo-Plus von fast 90 Punkten sprechen für sich.
Jugendmeisterschaft in Willingen
Live Ticker zur 9. Runde der deutschen Jugendmeisterschaft:
Die Mussienko twins spielen heute am 31.5. in der 9. und letzten Runde der deutschen Jugendmeisterschaft in Willingen. Platon hat wegen der begrenzten hessischen Plätze im Hauptturnier dort keinen Freiplatz bekommen, er spielt in der ODJMA, hat nach 8 Runden 5 aus 8, er wird damit einen durchwachsenen Mittelplatz belegen. Noch mehr Freude bereitet uns Tymur, der in der U18 das Feld anführt. Unser Reporter berichtet um 8.15:
Noch 5 Spieler können Meister werden, folgende Paarungen sind angesetzt: FM Klaska (ELO 2.298) 5,5 gegen Strehse (ELO 2.292) 6 Tymur (ELO 2.173) 6 gegen Trunz (ELO 2.103) 5 FM Mester (ELO 2.285) 5,5 gegen FM Atoyan (ELO 2.378).
Tymur hatte gegen die anderen Kombattanten schon gespielt, wurde nach unten gelost und hat mit der WFM Michelle Trunz eine starke Gegnerin bekommen. Nach den vorläufigen Buchholzzahlen der deutschen Schachjugend liegt Tymur knapp vor Strehse, Mester und Atoyan liegen aber vor ihm, für Spannung ist also gesorgt.
Der Reporter hat -natürlich inoffiziell- folgende Zahlen gemeldet: Bei Sieg hat Tymur einen Turnierdurchschnitt von 2.463 gespielt und ELO +127,
bei Remis Durchschnitt von 2.412 und ELO + 107, bei Niederlage (kann ja nicht vorkommen) Durchschnitt von 2.370 und ELO + 87. Auf jeden Fall ein klasse Turnier, aber er geht von einem Sieg aus, ein echter Fan eben!
8.30: Die Runde beginnt, bereits nach 10 Minuten wird auf Lichess ein Remis von Tymur angezeigt. Ein taktisches Remis, um mindestens den 2ten Platz abzusichern? Ist der Bub so ausgebufft, sonst doch nicht, er spielt eigentlich immer auf Biegen und Brechen.
Der Korrespondent ist jedenfalls erschüttert und verlässt deshalb und berufsbedingt das Spielgelände. Wir übernehmen die Berichterstattung von Lichess.
10.30: Tymur spielt inzwischen wieder, also wohl ein Übertragungsfehler mit dem Remis. Das gefällt mir auch besser, ein Remis trotz der Chance auf den Turniersieg, das wär doch nichts. Nach 18 Zügen hat er nach zwischenzeitlichem Vorteil in einem scharfen Sizilianer eine ausgeglichene Stellung erreicht, allerdings nur noch 45 Minuten Zeit. Kommt die in diesem Turnier überwundene Zeitnot zurück? Ich zittere.
Klaska hat nach 21 Zügen nur noch 30 Minuten, Stocki meint +0,6. Atoyan hat nach 18 Zügen ein sattes +1,8 und noch 45 Minuten. Allerdings bezweifel ich, dass er die Läppiline findet. Sieht jedenfalls nicht nach 3 Remispartien aus, dann wär Tymur wahrscheinlich 1ter.
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