Mannschaften
Turniere
Training
Wichtige Links
Wiesbadener Schachverein

Spielabende jeden Dienstag
ab 19.30 Uhr im Vereinsheim
am Biebricher Schlosspark.
Jugendtraining 18.00 - 19.00 Uhr
Schlosspark-Open
Jugendmeisterschaft in Willingen
Live Ticker zur 9. Runde der deutschen Jugendmeisterschaft:
Die Mussienko twins spielen heute am 31.5. in der 9. und letzten Runde der deutschen Jugendmeisterschaft in Willingen. Platon hat wegen der begrenzten hessischen Plätze im Hauptturnier dort keinen Freiplatz bekommen, er spielt in der ODJMA, hat nach 8 Runden 5 aus 8, er wird damit einen durchwachsenen Mittelplatz belegen. Noch mehr Freude bereitet uns Tymur, der in der U18 das Feld anführt. Unser Reporter berichtet um 8.15:
Noch 5 Spieler können Meister werden, folgende Paarungen sind angesetzt: FM Klaska (ELO 2.298) 5,5 gegen Strehse (ELO 2.292) 6 Tymur (ELO 2.173) 6 gegen Trunz (ELO 2.103) 5 FM Mester (ELO 2.285) 5,5 gegen FM Atoyan (ELO 2.378).
Tymur hatte gegen die anderen Kombattanten schon gespielt, wurde nach unten gelost und hat mit der WFM Michelle Trunz eine starke Gegnerin bekommen. Nach den vorläufigen Buchholzzahlen der deutschen Schachjugend liegt Tymur knapp vor Strehse, Mester und Atoyan liegen aber vor ihm, für Spannung ist also gesorgt.
Der Reporter hat -natürlich inoffiziell- folgende Zahlen gemeldet: Bei Sieg hat Tymur einen Turnierdurchschnitt von 2.463 gespielt und ELO +127,
bei Remis Durchschnitt von 2.412 und ELO + 107, bei Niederlage (kann ja nicht vorkommen) Durchschnitt von 2.370 und ELO + 87. Auf jeden Fall ein klasse Turnier, aber er geht von einem Sieg aus, ein echter Fan eben!
8.30: Die Runde beginnt, bereits nach 10 Minuten wird auf Lichess ein Remis von Tymur angezeigt. Ein taktisches Remis, um mindestens den 2ten Platz abzusichern? Ist der Bub so ausgebufft, sonst doch nicht, er spielt eigentlich immer auf Biegen und Brechen.
Der Korrespondent ist jedenfalls erschüttert und verlässt deshalb und berufsbedingt das Spielgelände. Wir übernehmen die Berichterstattung von Lichess.
10.30: Tymur spielt inzwischen wieder, also wohl ein Übertragungsfehler mit dem Remis. Das gefällt mir auch besser, ein Remis trotz der Chance auf den Turniersieg, das wär doch nichts. Nach 18 Zügen hat er nach zwischenzeitlichem Vorteil in einem scharfen Sizilianer eine ausgeglichene Stellung erreicht, allerdings nur noch 45 Minuten Zeit. Kommt die in diesem Turnier überwundene Zeitnot zurück? Ich zittere.
Klaska hat nach 21 Zügen nur noch 30 Minuten, Stocki meint +0,6. Atoyan hat nach 18 Zügen ein sattes +1,8 und noch 45 Minuten. Allerdings bezweifel ich, dass er die Läppiline findet. Sieht jedenfalls nicht nach 3 Remispartien aus, dann wär Tymur wahrscheinlich 1ter.
IM Glöckler gewinnt Limburg Open
2506 ELO-Punkte erreicht
Zum nachfolgenden Beitrag auf der ChessBase-Seite (Link) schrieb mir Holger Ochs augenzwinkernd:
„Unser ‚Kleiner‘ kann’s nicht lassen –
gewinnt einfach weiter Turniere, ganz gleich, wer sonst noch dabei ist.“
https://de.chessbase.com/post/christian-gloeckler-gewinnt-limburg-open-und-erreicht-2500-elo
Hessische Blitz-Mannschaftsmeisterschaft
Pizza anstatt Titel
Holger Ochs
Werschau, ca. 700 Einwohner, zwischen Dauborn und Niederbrechen, direkt an der A3 gelegen, war Austragungsort der diesjährigen Hessischen Blitz-Mannschaftsmeisterschaft. Der Saal im hiesigen Dorfgemeinschaftshaus platzte angesichts 30 teilnehmenden 4er-Mannschaften und etlicher Zuschauer aus allen Nähten.
Egal, Schachspieler sind einiges gewohnt und angesichts der recht kühlen Außentemperatur wurde es im Spielsaal dafür bald angenehm warm. Der SV Wiesbaden 1885 hatte sich vorgenommen, mit seiner Schülertruppe vorne um den Titel mitzuspielen. Angesichts der Konkurrenz insbesondere aus Wolfhagen (1x IM + 3 FMs) und Hofheim (GM, 2 x IMs, FM), deren Mannschaft jeweils komplett aus Titelträgern bestand, sicher kein Selbstläufer. Wir befanden uns in guter Gesellschaft mit Mannschaften wie FTV Frankfurt, Oberursel, Schöneck, Hungen Lich, Caissa Kassel, Mörlenbach und Gernsheim, die alle, wie auch wir, 2 Titelträger aufbieten konnten. Wir, das waren also Christian (14), Daniel (18) und unsere Zwillinge Tymur und Platon (beide 17).
Das Urteil
Turniergericht OL Süd-West trifft bedeutende Entscheidung im Protestfall WSV 1885
Gerd Hedrich
In der 5. Runde der Oberliga Süd-West (WSV – Neuberg) kam es infolge einer Schiedsrichterentscheidung zu einer Nullwertung gegen den Spieler IM Anwesh (WSV 1885).
Unser Protest über den Staffelleiter bis zum Turniergericht als letzte Instanz hatte Erfolg.
Die Schiedsrichterentscheidung wurde aufgehoben, die Einzelpartie neu angesetzt.
Soweit ist dies allgemein bekannt.
Diese Entscheidung in unserem Protestfall geht jedoch über den Einzelfall hinaus, auch wenn eine formale Präzedenzbindung hierbei nicht besteht; Die Entscheidung - als gefestigte Spruchpraxis - entfaltet eine erhebliche faktische Bindungswirkung für vergleichbare Fälle.
Rundenbericht VL Süd
Verbandsliga, Runde 7 gegen Hofheim 3 (5:3) und Runde 8 gegen Flörsheim (6:2)
Uli Nehmert
Trumps Krieg gegen den Iran ist im 3ten Wochenende und überschattet das Weltgeschehen, besonders natürlich das Schach und die Verbandsliga in Hessen. Diese wiederum neigt sich dem Ende zu und wir hoffen, dass auch der Krieg in absehbarer Zeit beendet wird.
Daher nur ein kurzer Bericht über die 7. u. 8. Runde, die wir ohne Timur und Platon absolvieren mussten. Hintergrund war ein Schiedsrichterentscheid in der Oberliga Anfang Dezember 2025, der unseren Spieler Anvesh wegen Handytragens im Turniersaal während der Runde nullte. Möglich nach den FIDE-Regeln, aber im anschließenden Schiedsstreit befand das Schiedsgericht im Februar 2026, dass eben diese Regeln die Betrachtung des Einzelfalls und eine Ermessensentscheidung gebieten. Diese lag nicht vor, der Schiedsrichterentscheid wurde aufgehoben und das Spiel von Anvesh gegen Neuberg neu angesetzt.(Schwierig, ein 9 seitiges Urteil so kurz korrekt darzustellen, Interessierte können natürlich auf Anfrage mehr erfahren).
Folge der ursprünglichen Schiedsrichterentscheidung war, dass gegen Neuberg mit 4,5 zu 3,5 verloren wurde und die 1. Mannschaft in Abstiegsgefahr geriet. Also wurden Timur und Platon im letzten OL Spieltag eingesetzt, verhinderten den Abstieg und spielten sich dadurch fest. Diese Vorbemerkungen nur, weil es einige Anfragen in der Sache gab. Wir waren jedenfalls personell arg gebeutelt, mit dem Einsatz von Christoph und Alberto wurden die letzten Ersatzspieler herangezerrt, die dann maßgeblich an den Erfolgen teilhatten. Glück gehabt, wie so oft in dieser Saison.
Nun zu den Kämpfen: Hofheim und Flörsheim standen im unteren Bereich der Tabelle, haben aber noch schlagkräftige Teams aufgefahren. Hofheim zB spielte seit längerer Zeit wieder mit ihrem IM an Brett 1. Keine Einzelheiten zu den Partien, nur die Ergebnisse:
Gegen Hofheim gewannen Frank D., Alberto und Christoph, gegen Flörsheim gewannen Dan, Marcel, Christoph und Uli, solide 2x remis von Mannschaftsführer Michael und Maxime. Ihr seht, die als Ersatz eingesetzten Christoph und Alberto haben 3,5 aus 4 geholt, beeindruckend.
Wie gehts weiter? Am 26. April um 14.00 das Finale in Schierstein, anschließend wie immer am Ende der Saison das Mannschaftsessen. Der Vorsprung für den Aufstieg in die Hessenliga sollte ausreichend sein, also kommt vorbei und schaut euch die Begegnung gegen Schierstein mitderen Spitzenspielern Zaur Hasanov und Robert Mazurek an.
Bleibt gesund
Uli
Seite 2 von 11
Willkommen - Startseite
Willkommen beim Wiesbadener Schachverein 1885
Wir sind ein traditionsreicher Schachverein, deutschlandweit einer der ältesten. Zeitgemäß aufgestellt, bietet der WSV 3 Turniermannschaften von der Oberliga über die Landesklasse bis Bezirksoberliga auf! Unsere aktiven Kinder und Jugendlichen sind je nach Spielstärke in die Mannschaften integriert, ebenso die Ü-60-Spieler.
Vereinsangebote: regelmäßige Spielabende im eigenen Vereinsheim, Jugendtraining, Schnellschachturniere, GM-Training, Schlosspark-Open Turnier, Weihnachtsblitzturnier.
Spielabende finden jeden Dienstag ab 19.30 Uhr im Vereinsheim am Biebricher Schlosspark statt derzeit G3-Regel für Erwachsene.
Nachgefragt
WK-Redakteur zu Gast beim 2. Vorsitzenden Lothar Dyck

Lothar Dyck ist fasziniert und begeistert vom Schachspiel. So sehr, dass er seine Freude gerne teilt - im Wiesbadener Schachverein 1885 und in diversen Grundschulen, wo er privat Schachunterricht gibt.
Von Patrick Rupp
Wenn man mit Lothar Dyck über das Schachspiel redet, glänzen seine Augen. Die Worte sprudeln wie ein Wasserfall aus ihm heraus. „Mein Vater hat es mir damals beigebracht. Mit elf Jahren habe ich die Schach- Rätsel in der Zeitung gelöst. Der Name der Person, die das Rätsel gelöst hatte, wurde dann veröffentlicht“, erinnert sich der heute 74-Jährige. Das Brettspiel fasziniert ihn bis heute: die Geschichte, der Geist, das Wesen und nicht zuletzt die gesellschaftliche Bedeutung des Schachs. Darüber könnte man sich über Stunden mit ihm unterhalten.
Wichtiges auf fünf Seiten
Irgendwann kam der Nordenstadter auf die Idee, dass er diese Begeisterung mit anderen Menschen teilen müsste. „Ich staune immer wieder, wenn ich mich mit dem Spiel auseinandersetze. Meine Hoffnung ist, dass es anderen auch so geht“, erzählt Dyck, der vor seiner Pension Polizeibeamter war.
Er schnappte sich ein altes Schachlexikon, das er 1998 auf einem Flohmarkt ergattert hatte. Nachdem die Staubflusen entfernt waren, begann er die Lektüre des Wälzers. Über tausend Seiten über das Schachspielen, das wäre selbst ihm zu viel, dachte sich Dyck und fasste das Wichtigste auf fünf Seiten zusammen. Dazu nutzte er weitere zehn Bücher, deren Inhalte ihn vor allem mit der einzigartigen Schach-Rhetorik begeisterten. „Ein kleiner Streifzug durch die Schachwelt“ nennt er sein Werk, das sich nur bei ihm auf dem Computer befindet. Neben der Historie des Spiels zeigt Dyck darin anhand vieler Zitate, welche Bedeutung Schach erzielen kann.
Der französisch-amerikanische Maler Marcel Duchamp bezeichnete das Schachspiel etwa als „fast zu schwierig für die Beschränktheit des menschlichen Geistes“. Die Vergleiche, die Künstler und Philosophen anstellen, sind oft sehr treffend, sagt Dyck. Im Wesentlichen gehe es darum, so auch ein zentraler Satz seines Streifzugs durch die Schachwelt, „die uralte Spannung zwischen Geist und Materie, Kontrolle und Freiheit, Beherrschung und Liebe immer neu auszutragen“. Diese Spannung gebe es bei jedem Spieler. Natürlich ist Dyck nicht nur ein Schachschreiber, sondern auch ein Schachspieler. Bescheiden sagt er: „Ich spiele sehr gerne, aber es sind viele besser.“ Als zweiter Vorsitzender des Wiesbadener Schachvereins 1885 kennt er jene Schachprofis, die ihm überlegen sind. Die erste Mannschaft der 85er, die ihren Sitz im Jeanne-Schütz-Haus am Biebricher Schlosspark hat, spielte sogar schon in der Ersten Liga.
Dyck ist als engagiertes Vorstandsmitglied stets um Zuwachs bemüht. Am vielversprechendsten sind dabei junge Schachbegeisterte, die besonders lernwillig sind. Zu diesem Zwecke tourt Dyck in Eigenregie durch Grundschulen. In Wallau sowie in den Wiesbadener Vororten Naurod, Nordenstadt und Biebrich unterrichtet er Schüler im Schach - meist nachmittags.
Lernen fürs Leben
Zwölf Lerneffekte, die über das Spiel hinausgehen und im Leben eine große Rolle spielen, hält Dyck dabei für bedeutsam. Neben der Erhöhung der Disziplin und derWeiterentwicklung der Geduld sei das selbstkritische Überdenken eigener Fehler von herausragender Wichtigkeit. „Während des Spiels dokumentiert man jeden seiner Züge. Somit bleiben die Fehler präsent. Das lässt sich zweifelsohne auch auf das Leben übertragen“, betont Dyck, der kürzlich Urgroßvater wurde. Doch wie bei seinen Kindern und Enkeln wird er auch seinen Urenkel nicht bedrängen, sich für das Schachspiel zu begeistern: „Das muss jeder selbst entscheiden. Jeder soll aber wissen, was es für ein besonderes Spiel es ist.“ Aus diesem Grund ist Dyck zum Schachschriftsteller geworden.
