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Wiesbadener Schachverein

Spielabende jeden Dienstag
ab 19.30 Uhr im Vereinsheim
am Biebricher Schlosspark.
Jugendtraining 18.00 - 19.00 Uhr
Schlosspark-Open
OL Süd-West im Schlussspurt
Ende gut, alles gut
Jens Gottschalk
Wir sind sehr erleichtert und haben den Klassenerhalt geschafft und können auch in der nächsten Saison für die Oberliga planen. Am Ende steht ein solider 6.Platz, aber es hätte unter Umständen auch anders ausgehen können. Aber der Reihe nach:
Anfang Februar waren wir Gastgeber in der Doppelrunde gegen Kaiserslautern und Riegelsberg und waren sicher, dass drei Mannschaftspunkte für den Klassenerhalt reichen sollten.
In der Samstagspartie gegen Kaiserslautern waren wir leichter Favorit. Am Ende blieb ein 4:4, womit wir dem Spielverlauf entsprechend gut leben konnten. Anwesh gewann seine Partie; Christian, Igor, Julian und ich spielten Remis. Samuel und Frank verloren ihre Partie, so dass es 3:4 stand und Marcel mit Schwarz und stärkerem Gegner gewinnen musste.
Es kam zum Glück wie es kommen sollte und mein „Man of the Match“ war gefunden.
Sonntags waren wir gegenüber Riegelsberg sicherlich klarer Favorit, aber auch hier konnten wir nur einen Mannschaftspunkt mitnehmen, was enttäuschend war. Der Anfang war sehr stark, Siege von Christian und Daniel Ochs und Remisen von Igor, Julian und Anwesh. Leider gingen die Partien von Frank und Uli verloren und ich konnte auch nur ein Remis erkämpfen.
Zweimal 4:4 und somit fehlte uns noch ein Mannschaftspunkt für den sicheren Verbleib in der Oberliga. Das Wochenende 28.2./1.3 in Worms musste die Entscheidung bringen
Qualifier-Sieg in Wijk
Sensationeller Sieg von Christian beim Tata Steel Tournament
Jens Gottschalk
Christian Glöckler (14) hat das "nine-round Qualifiers" Rundenturnier in Wijk aan Zee mit unglaublichen 8,5 Punkten gewonnen und bei einem Gegnerschnitt von 2407 eine unfassbaren Performance von 2851 erspielt, 35 Elo-Punkte gewonnen und einen großen Sprung Richtung 2500 gemacht !!!
Herzlichen Glückwunsch zu dieser herausragenden Leistung und der Lohn ist die Teilnahme des "Challengers"-Rundenturnier im nächsten Jahr (Gegnerschnitt ca. 2540).
Weitere Infos gibt es auf der Turnierseite und bei Chessbase.

VL Süd — Gastgeber WSV
Verbandsliga WI 85 II vs König Nied 4,5 - 3,5
Uli Nehmert
Am 1.Februar wurde die letzte Runde im Tata Steel gespielt und es war Christian Glöckler- Tag. Unser Vereinskollege Christian hat die 3te Gruppe dort gewonnen, sich für das nächstjährige Challenger qualifiziert und eine Turnierleistung von ELO 2.850 erzielt.
Herzlichen Glückwunsch dazu.
Dem werden sich sicherlich die Leute vom SC Lindenholzhausen anschliessen, dem Heimatverein von Christian. Die spielten zufällig auf Einladung der Dotzheimer im Abstiegskampf der LK West (den sie gewannen) in unseren heiligen Hallen und hatten damit doppeltern Grund zur Freude.
Wir selbst hatten mit König Nied die Mannschaft zu Gast, die für mich bei Saisonbeginn der Aufstiegsfavorit war.
Immerhin spielen sie mit 4 Spielern über DWZ 2.100 und ihr Inder Kumar hatte nach dieser Runde 6 aus 6 an Brett 8.
Und so ging es dann los, und zwar beängstigend schlecht: Dan an Brett 4 und Mannschaftsführer Michael an Brett 7 verereinbarten nach einer Stunde mit ihren Gegnern remis. Dan, weil seine Stellung ausgeglichen war und Michael ebenfalls deswegen, und weil nach einem kleinen abendlichen Umtrunk die Stellung ausgeglichener war als sein allgemeines Befinden. Also 1 zu 1 im Kampf.
OL Süd-West im Januar
Sieg und Niederlage
Jens Gottschalk
Am 17. und 18. Januar empfing unsere erste Mannschaft zuhause die in etwa gleichstarken Teams aus Bickenbach und Heusenstamm. Mit zwei errungenen Mannschaftspunkten können wir insgesamt zufrieden sein.
Am Samstag trafen wir auf den Tabellenzweiten aus Bickenbach, der erneut in Bestbesetzung antrat. In einem engen Wettkampf mussten wir uns etwas unglücklich mit 3:5 geschlagen geben. Anwesh konnte seine Partie gewinnen; Igor (nach mehr als sieben Stunden Spielzeit), Julian, Jens und Dan steuerten jeweils ein Remis bei. Christian, Michael und Frank mussten sich trotz großem Kampf geschlagen geben, wobei Frank gegen einen FM eine besonders sehenswerte Partie lieferte. Als Mannschaftsleiter blickt man in einer solchen Situation mit gemischten Gefühlen auf die Tabelle, zumal bis zu vier Mannschaften absteigen können.
Am Sonntag war die Stimmung deutlich besser, denn gegen Heusenstamm gelang ein etwas überraschend klarer 5,5:2,5-Erfolg. Christian überzeugte mit einem schönen Angriffssieg inklusive Damenopfer, zudem konnten Julian und erneut Anwesh ihre Partien gewinnen. An den übrigen fünf Brettern erzielten Igor, Daniel Ochs, Jens, Frank und Uli jeweils ein Remis.
Mit nun 6:8 Mannschaftspunkten belegen wir aktuell den siebten Tabellenplatz. Am 7. und 8. Februar geht es erneut zuhause weiter, wenn wir mit Kaiserslautern und Riegelsberg auf direkte Konkurrenten treffen. Dieses Wochenende wird für uns von großer Bedeutung sein – und wir gehen wie immer optimistisch in die kommenden Begegnungen.
Verbandsliga Heimspiel
3. Advent: WI 85 II - Lahn Limburg 5 -3 und das Weihnachtsgeschenk
Uli Nehmert
Am 14.12. traten wir zur 5.Runde der VL an. Leicht geschwächt durch das opulente Vereins-Weihnachtsessen bei unserem Haus-Griechen am Vorabend sowie durch das Fehlen von Maxim. Der hat nach diversen Einsätzen in der 2ten und sogar für die 1te 2x in Wolfhagen den Familienjoker gezogen. Kaum zu ersetzen, der Maxim, aber immerhin stand Helmut "Freibauer bei Fuß", und so gings los.
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Willkommen - Startseite
Willkommen beim Wiesbadener Schachverein 1885
Wir sind ein traditionsreicher Schachverein, deutschlandweit einer der ältesten. Zeitgemäß aufgestellt, bietet der WSV 3 Turniermannschaften von der Oberliga über die Landesklasse bis Bezirksoberliga auf! Unsere aktiven Kinder und Jugendlichen sind je nach Spielstärke in die Mannschaften integriert, ebenso die Ü-60-Spieler.
Vereinsangebote: regelmäßige Spielabende im eigenen Vereinsheim, Jugendtraining, Schnellschachturniere, GM-Training, Schlosspark-Open Turnier, Weihnachtsblitzturnier.
Spielabende finden jeden Dienstag ab 19.30 Uhr im Vereinsheim am Biebricher Schlosspark statt derzeit G3-Regel für Erwachsene.
Nachgefragt
WK-Redakteur zu Gast beim 2. Vorsitzenden Lothar Dyck

Lothar Dyck ist fasziniert und begeistert vom Schachspiel. So sehr, dass er seine Freude gerne teilt - im Wiesbadener Schachverein 1885 und in diversen Grundschulen, wo er privat Schachunterricht gibt.
Von Patrick Rupp
Wenn man mit Lothar Dyck über das Schachspiel redet, glänzen seine Augen. Die Worte sprudeln wie ein Wasserfall aus ihm heraus. „Mein Vater hat es mir damals beigebracht. Mit elf Jahren habe ich die Schach- Rätsel in der Zeitung gelöst. Der Name der Person, die das Rätsel gelöst hatte, wurde dann veröffentlicht“, erinnert sich der heute 74-Jährige. Das Brettspiel fasziniert ihn bis heute: die Geschichte, der Geist, das Wesen und nicht zuletzt die gesellschaftliche Bedeutung des Schachs. Darüber könnte man sich über Stunden mit ihm unterhalten.
Wichtiges auf fünf Seiten
Irgendwann kam der Nordenstadter auf die Idee, dass er diese Begeisterung mit anderen Menschen teilen müsste. „Ich staune immer wieder, wenn ich mich mit dem Spiel auseinandersetze. Meine Hoffnung ist, dass es anderen auch so geht“, erzählt Dyck, der vor seiner Pension Polizeibeamter war.
Er schnappte sich ein altes Schachlexikon, das er 1998 auf einem Flohmarkt ergattert hatte. Nachdem die Staubflusen entfernt waren, begann er die Lektüre des Wälzers. Über tausend Seiten über das Schachspielen, das wäre selbst ihm zu viel, dachte sich Dyck und fasste das Wichtigste auf fünf Seiten zusammen. Dazu nutzte er weitere zehn Bücher, deren Inhalte ihn vor allem mit der einzigartigen Schach-Rhetorik begeisterten. „Ein kleiner Streifzug durch die Schachwelt“ nennt er sein Werk, das sich nur bei ihm auf dem Computer befindet. Neben der Historie des Spiels zeigt Dyck darin anhand vieler Zitate, welche Bedeutung Schach erzielen kann.
Der französisch-amerikanische Maler Marcel Duchamp bezeichnete das Schachspiel etwa als „fast zu schwierig für die Beschränktheit des menschlichen Geistes“. Die Vergleiche, die Künstler und Philosophen anstellen, sind oft sehr treffend, sagt Dyck. Im Wesentlichen gehe es darum, so auch ein zentraler Satz seines Streifzugs durch die Schachwelt, „die uralte Spannung zwischen Geist und Materie, Kontrolle und Freiheit, Beherrschung und Liebe immer neu auszutragen“. Diese Spannung gebe es bei jedem Spieler. Natürlich ist Dyck nicht nur ein Schachschreiber, sondern auch ein Schachspieler. Bescheiden sagt er: „Ich spiele sehr gerne, aber es sind viele besser.“ Als zweiter Vorsitzender des Wiesbadener Schachvereins 1885 kennt er jene Schachprofis, die ihm überlegen sind. Die erste Mannschaft der 85er, die ihren Sitz im Jeanne-Schütz-Haus am Biebricher Schlosspark hat, spielte sogar schon in der Ersten Liga.
Dyck ist als engagiertes Vorstandsmitglied stets um Zuwachs bemüht. Am vielversprechendsten sind dabei junge Schachbegeisterte, die besonders lernwillig sind. Zu diesem Zwecke tourt Dyck in Eigenregie durch Grundschulen. In Wallau sowie in den Wiesbadener Vororten Naurod, Nordenstadt und Biebrich unterrichtet er Schüler im Schach - meist nachmittags.
Lernen fürs Leben
Zwölf Lerneffekte, die über das Spiel hinausgehen und im Leben eine große Rolle spielen, hält Dyck dabei für bedeutsam. Neben der Erhöhung der Disziplin und derWeiterentwicklung der Geduld sei das selbstkritische Überdenken eigener Fehler von herausragender Wichtigkeit. „Während des Spiels dokumentiert man jeden seiner Züge. Somit bleiben die Fehler präsent. Das lässt sich zweifelsohne auch auf das Leben übertragen“, betont Dyck, der kürzlich Urgroßvater wurde. Doch wie bei seinen Kindern und Enkeln wird er auch seinen Urenkel nicht bedrängen, sich für das Schachspiel zu begeistern: „Das muss jeder selbst entscheiden. Jeder soll aber wissen, was es für ein besonderes Spiel es ist.“ Aus diesem Grund ist Dyck zum Schachschriftsteller geworden.
